Aktuelle Informationen

Aktuelle Komendium zu 5G

 

„5G in fünf Kapiteln“ 

im „baubiologie magazin" des IBN online:

 

Dieses Kompendium zu 5G New Radio besteht aus fünf Kapiteln, die aufeinander aufbauen und sich ergänzen. 

Es wird empfohlen, die Lektüre mit Kapitel 1 zu beginnen, da es als Einleitung und Übersicht zum Thema dient. 

Die weiteren vier Beiträge dienen der Vertiefung spezieller Aspekte.

 

In Kapitel 2 wird u.a. gezeigt, wie geschickt Mobilfunkanbieter ihre Basisstationen „verstecken“. 

 

Zunehmend werden auch Satelliten die Nutzung von Mobilfunk und Internet ermöglichen, eine in Kapitel 3 beschriebene Option, deren Strahlungsbelastung auf der Erde hier auch betrachtet wird. 

 

Kapitel 4 zeigt auf, welche messtechnischen Hürden bei der Erfassung von 5G-Immissionen mit Breitbandmessgeräten der Baubiologischen Messtechnik zu meistern sind. 

 

Kapitel 5 ist noch im Entwurfstadium und wird bald fertig aufbereitet zur Verfügung stehen. Hier geht es um den Entwurf der VDB-Richtlinie zu 5G NR, in der die 5G-Technik detaillierter beschrieben und auf messtechnische Aspekte bei der Spektrumanalyse und Hochrechnung auf maximale Immission eingegangen wird. Lag beim IMS-Webinar der Fokus zum Thema 5G noch bei den neuen Basisstationen im Frequenzbereich 3,6 GHz mit Massive MIMO und aktivem Beamforming, so hat sich die 5G-Welt nun deutlich verändert, seit vor ca. 2 Wochen die Telekom bekannt gegeben hat, dass sie bereits 12.000 bestehende Basisstationen im UMTS-Frequenzbereich auf 5G aufgerüstet und in Betrieb hat. Damit ist in der Messpraxis außerhalb der Ballungsgebiete und Großstädte die Wahrscheinlichkeit größer, auf 5G-Signale unter 3 GHz und ohne Beamforming zu treffen als auf Anlagen über 3 GHz mit Beamforming. Dies wird in dem Entwurf der VDB-Richtlinie aktuell noch ergänzt.

Akueller Film  (DVD) über die gesundheitlichen Risiken von Mobilfunk von anerkannten interantionalen Wissenschaftlern. Weitere Infos, Trailer und Bestellung  bei diagnosefunk e.V.  (90 min, 24,40 € + Versand)
www.faktencheck-mobilfunkstrahlung.de

 

Biologische Wirkungen des Mobifunks

Internationales Symposium Mainz Oktober 2019

Hier können Sie die Zusammenfassung der Tagung anschauen:

www.kompetenzinitiative.com/mainz-2019

TV-Bericht bei ZDF planet e : "Gift im Klassenzimmer" 

Sehr empfehlenswert anzuschauen: Hier der Link: 
https://www.etwasverpasst.de/planet-e/gift-im-klassenzimmer-509197

Radon: Die stille Gefahr aus dem Keller

Die Gesundheitsgefährdung durch das radioaktive Edelgas Radon ist deutlich höher einzustufen als bislang angenommen. Radon kommt in allen Gebäuden vor, kritische Werte werden besonders in Gebieten mit erhöhten Radonkonzentrationen im Boden erreicht - dies betrifft mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte.

Eine gute Erklärung gibt es hier, auf der Seite des LfU:


 https://www.lfu.bayern.de/strahlung/radon_in_gebaeuden/radonia/index.htm

 


... der komplette Text steht unter "Downloads"

Radon - ein gefährliches Gas aus dem Untergrund

Nach dem Tabakrauch gilt Radon - ein natürlicher Weise im Untergrund vorkommendes radioaktives Gas - als der zweithäufigste Risikofaktor für Lungenkrebs.

Mehr...

Trend zu ungesunden Bodenbelägen hält an

Share on Facebook Share on Twitter Share on Google+

Trend zu ungesunden Bodenbelägen hält an 29.02.2016 - Die Marktentwicklung von Bodenbelägen zeigt zwei auffällige Trends auf. Im Iangfristigen Zeitraum von 1995 bis 2010 hat Laminat den Teppichboden von der Verkaufsspitze verdrängt. Laut einer Statistik aus dem Jahr 2013 wurden 68 Millionen Quadratmeter Laminat in Deutschland verlegt. In den letzten fünf Jahren rücken aber die elastischen Bodenbeläge auf PVC-Basis wieder verstärkt ins Blickfeld. Ausgelöst wird der Boom von sogenannten Designer-Fußböden. Den Herstellern gelingt es, optisch ansprechende Oberflächen als Holz- oder Steinimitate zu günstigen Preisen anzubieten. Doch sowohl Laminat als auch PVC-Beläge haben einen großen Nachteil: sie geben entweder Formaldehyd oder Weichmacher in die Raumluft ab.

 

Formaldehyd ist ab 1.1.2016 von der EU als krebserregend eingestuft

 

Bereits im Jahr 2004 stufte die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Substanz Formaldehyd als "krebserregend für den Mensch" ein. Im Juni 2014 hat nun auch die europäische Kommission beschlossen, Formaldehyd als "krebserregend" Kategorie 1B und "mutagen" Kategorie 2 einzustufen. Dies wurde nun mit der EU-Verordnung Nr. 605/2014 veröffentlicht und tritt mit Wirkung zum 1.1.2016 in Kraft. Besonders kritisch wird Formaldehyd in Frankreich angesehen. Man forderte sogar eine Einstufung in die Kategorie 1A. Entsprechend streng sind in Frankreich die Richtwerte. Der Kurzzeitwert für zwei Stunden beträgt 50 µg/m³, der Langzeitwert ist mit 10 µg/m³ festgesetzt. Dies kommt praktisch einem Verbot von Formaldehyd in Baustoffen gleich.

Formaldehyd im Laminat

Formaldehyd dient im Laminat als Bindemittel in den Span- oder Holzfaserplatten. Im Laufe der Produktlebensdauer gast es mehr oder weniger stark in die Raumluft aus. Von Herstellerseite wird Laminat als emissionsarm angegeben. Dabei bezieht man sich auf Labortests nach dem AgBB-Schema. Die Laborbeurteilung geht von einer Luftwechselrate von 1 aus, d.h. einmal pro Stunde muss im Raum ein vollständiger Luftaustausch stattfinden. Im praktischen Leben dürfte diese Annahme unrealistisch sein, besonders während der Nachtruhe. Bodenbeläge sind aber nicht die einzige Quelle für Formaldehyd. Die Chemikalie ist auch in den meisten Möbelstücken in Form von Klebern oder Lacken enthalten.

 

Weichmacher in Bodenbelägen aus Polyvinylchlorid (PVC)

PVC-Beläge haben einen hohen Marktanteil, da sie strapazierfähig, gut zu reinigen und kostengünstig zu beschaffen sind. Kritisch für die Raumluft ist das langsame Ausgasen von Weichmachern. Besonders gefürchtet ist im Brandfall die Freisetzung von giftigen polychlorierten Dioxinen. Das PVC wird durch den Zusatz von Weichmachern elastischer und damit erst als Bodenbelag gebrauchstauglich gemacht. Weitere Bestandteile sind Füllstoffe, verschiedene Additive und Stabilisatoren. Als Trägermaterial dienen unter anderem Jute, Polyestervlies, Glasfaservlies, Kork oder Schaumstoffe. Die oberste Lage besteht häufig aus einer Polyurethan-Beschichtung. Als chlorfreie Alternative zu den PVC-Belägen gelten Fußbodenbeläge aus Polyolefinen, da sie keine Weichmacher enthalten. Ihr Marktanteil ist aber noch relativ gering.

 

Linoleum gilt als ökologische Variante in der Gruppe der elastischen Beläge

Linoleum besteht fast ausschließlich aus nachwachsenden und mineralischen Rohstoffen mit dem Hauptbestandteil Leinöl. Auf grobmaschiges Jutegewebe wird einseitig Linoleumdeckmasse aufgewalzt. Bevorzugt wird Linoleum in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern eingesetzt. Gefürchtet ist ein starker anfänglicher Geruch durch Oxidation des Leinöls.

(Quelle: Baubiologie-Regional)

 

Links

www.wecobis.de/service/sonderthemen-info/formaldehyd-info/gesamt-formaldehyd-info.html
www.wecobis.de/bauproduktgruppen/bodenbelaege/bodenbelaege-bestand-link/elastische-bodenbelaege-im-bestand.html
www.wki.fraunhofer.de/de/publikationen/formaldehyde-dilemma.html

Heizen mit Holz:   

Eine meist umweltfreundliche Alternative, wenn man die Regeln beachtet:

Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit sachgerechter Handhabung und unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben, kann man es sich in der Wohnung schön warm machen, ohne seine Nachbarn und die Umwelt zu beeinträchtigen. Doch leider halten sich mache Menschen nicht daran. Da stinkt es aus dem Kamin, die Nachbarschaft wird eingenebelt und jede Menge Schadstoffe und Feinstaub emittiert. Aber auch der eigene Kamin leidet unter falschen Brennstoffen und zeigt mit der Zeit Schäden.
Was passiert eigentlich bei der Verbrennung:

Eine Verbrennung ist in chemischer Sicht nichts weiter als eine schnell verlaufende Oxidation von Stoffen mit Flammenbildung. Beim Heizen mit Holz verbinden sich der Sauerstoff aus der Umgebungsluft mit dem Wasserstoff und dem Kohlenstoff des Holzes. Bei diesem Vorgang wird dann Energie in Form von Wärme und natürlich auch in Form von Licht abgegeben. Beim Verbrennen in der Holzheizung entsteht im Normalfall nichts weiter als Kohlendioxid, Wasser und Asche.

Der Verbrennungsvorgang in der Holzheizung wird in 3 unterschiedliche Phasen unterteilt.

1.       Trocknung und Erwärmung (Wasser verdampft aus dem Holz)

2.       Die Pyrolyse (Ab einer Temperatur von ca. 400°C vergasen die festen
           Bestandteile des Holzes und verbinden sich mit dem Sauerstoff der Luft 

zu
           Kohlenmonoxid. Das Holz ist jetzt zu Holzkohle verbrannt.)

3.        Die Verbrennung. Die in den ersten beiden Phasen entstandenen Gase          reagieren mit weiterem Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Die Kohle          
           zersetzt sich weiter zu Asche.

Heizen mit Holz – was darf verbrannt werden?

Wer glaubt in seiner Holzheizung alles Brennbare verfeuern zu dürfen, der irrt ganz gewaltig. Der Gesetzgeber hat strenge Richtlinien (§ 3 Abs. 1 der 1. BImSchV) herausgegeben was in Feuerungsanlagen von Wohnhäusern verbrannt werden darf.

Was darf also in den Ofen?

 - trockenes, naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde -
    beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln - sowie Reisig und Zapfen,

-  naturbelassenes nicht stückiges Holz - beispielsweise in Form von Sägemehl,   
    Spänen,

-  Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts - entsprechend DIN
   51731 und vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem  
   Holz mit gleichwertiger Qualität. Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts

 

Übrigens, trockenes Holz enthält etwa nur 15-20 %Feuchtigkeit. Bis das erreicht ist, muss Holz je nach Holzart, etwa 1-2 Jahre luftig trocknen.


Was darf denn nicht in den Ofen?
Nur das gerade genannte ist zur Verbrennung in der Holzheizung zulässig. Alles andere gehört nicht in den Ofen.

Das wären zum Beispiel:
 - Imprägnierte Hölzer (z.B. Telegrafenmasten, behandelte Dachlatten etc.)
 - Lackiertes Holz (z.B. alte Fensterrahmen, Möbelteile)
 - Beschichtetes Holz (z.B. mit Kunststoff beschichtete Möbelteile)
 - Spanplatten aller Art.
 - Papier, Pappe (in größeren Mengen)
 - Kunststoffe, Restmüll, Sondermüll

Werden solche verbotenen Materialien verbrannt, so können u.a. sehr giftige Stoffe in die Umwelt gelangen: z.B. Dioxine („Seveso-Gift“), Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Teer, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Feinstaub.

Wichtig: Die richtige Luftzufuhr:

Holz verbrennt nur unter ganz bestimmten Bedingungen schadstoffarm. Im Brennraum muss die Hitze zusammengehalten werden und die Luftführung muss stimmen. Da beides bei einem offenen Kaminfeuer nicht gegeben ist, entstehen zwangsläufig krebserzeugende Verschwelungsprodukte wie Teer und Ruß. Deshalb darf man auch nur gelegentlich das Kaminfeuer genießen, will heißen: Höchstens acht Mal im Monat für jeweils fünf Stunden. Sich selbst, der Nachbarschaft und der Umwelt zuliebe sollte man aber lieber ganz darauf verzichten.

Besser schneiden Kaminöfen und Kachelöfen ab. Voraussetzung für einen sauberen und wirtschaftlichen Abbrand ist aber immer: Der Ofen muss eigens für eine optimale Holzverbrennung konstruiert sein, es darf nur naturbelassenes, trockenes Holz verwendet werden, nie zuviel auf einmal auflegen und die Luftzufuhr erst drosseln, wenn sich ein heller Glutstock gebildet hat und nicht mehr nachgelegt wird. Schwarze Flächen im Ofen sind übrigens immer ein Zeichen von unsauberem, giftigem Abbrand.

Wer dazu noch Fragen hat, kann sich gern an den zuständigen Kaminkehrer, die Umweltämter oder Naturschutzorganisationen wenden. Ein umfangreiche Broschüre dazu kann auch beim Bundesumweltamt angefordert werden.

 

 

Volkmar Hintze

Dipl.-Ing. Umwelt- und Hygienetechink

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© öko-logo Schadstoffanalytik & Baubiologie