Aktuelle Informationen

TV-Bericht bei ZDF planet e : "Gift im Klassenzimmer"  Sehr empfehlenswert anzuschauen: Hier der Link: 
https://www.etwasverpasst.de/planet-e/gift-im-klassenzimmer-509197

NTP-Studie bestätigt Krebsrisiko durch Mobilfunk

Aufklärungs- und Vorsorgepolitik unerlässlich (Quelle: www.diagnose-funk.org)

 

Am 27.05.2016 wurden die Ergebnisse der bisher größten Studie, finanziert von der Regierung der USA mit 25 Mio Dollar, zu nichtionisierender Strahlung und Krebs, vorgestellt. Das Ergebnis: Mobilfunkstrahlung kann zu Tumoren führen. Durch die Strahlung wurden zwei Krebsarten (Schwannom, Gliom) und bei einer zusätzlichen Anzahl von Ratten präkanzerogene Zellverän­de­rungen (Hyperplasie von Gliazellen) ausgelöst.

Die Studie wurde im National Toxicology Program (NTP) innerhalb des National Institutes of Health  der US-Regierung durchgeführt. Das Ergebnis ist so brisant, dass die Wissenschaftler schon vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift mit dem geprüften Ergebnis an die Öffentlichkeit gingen. Es erfordere, so die Wissenschaftler, von der US-Regierung eine Aufklärungs- und Vorsorgepolitik.

Die Reaktionen der American Cancer Society, führender Krebsforscher weltweit, im ConsumerReport, in den MicrowaveNews sind eindeutig: die Studie erfüllt höchste wissenschaftliche Ansprüche.

Damit Sie sich über die Studie informieren können, hat diagnose:funk Dokumente für Sie aufbereitet und auch vom Englischen ins Deutsche übersetzt, die Sie unter Downloads als PDFs herunterladen können:

  • Bericht der MicrowaveNews, Verfasser Louis Slesin
  • Stellungnahme der American Cancer Society
  • Stellungnahme der BioInitiative Gruppe, verfasst von Prof. Lennart Hardell
  • Stellungnahme von Prof. Wilfried Kühling, Vors. des wissenschaftlichen Beirats des BUND

Wissenschaftler fordern nach den Ergebnissen der NTP-Studie, die nicht-ionisierende Strahlung als Kanzerogen einzustufen, auf Stufe 1 in der WHO Skala. Nun  ist Verantwortung  v.a. der Politik gefragt. Wenn man die Kinder und Jugendlichen als Smartphone-Dauernutzer beobachtet, und von diesen Studienergebnissen und den potentiellen Folgen weiß, dann ist ein weiteres Zögern  zur Entscheidung für eine aktive Vorsorgepolitik eine bewusste Inkaufnahme von Gesundheitsschädigungen.

Radon: Die stille Gefahr aus dem Keller

Die Gesundheitsgefährdung durch das radioaktive Edelgas Radon ist deutlich höher einzustufen als bislang angenommen. Radon kommt in allen Gebäuden vor, kritische Werte werden besonders in Gebieten mit erhöhten Radonkonzentrationen im Boden erreicht - dies betrifft mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte.
 
... der komplette Text steht unter "Downloads"

Radon - ein gefährliches Gas aus dem Untergrund

Nach dem Tabakrauch gilt Radon - ein natürlicher Weise im Untergrund vorkommendes radioaktives Gas - als der zweithäufigste Risikofaktor für Lungenkrebs.

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Trend zu ungesunden Bodenbelägen hält an

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Trend zu ungesunden Bodenbelägen hält an 29.02.2016 - Die Marktentwicklung von Bodenbelägen zeigt zwei auffällige Trends auf. Im Iangfristigen Zeitraum von 1995 bis 2010 hat Laminat den Teppichboden von der Verkaufsspitze verdrängt. Laut einer Statistik aus dem Jahr 2013 wurden 68 Millionen Quadratmeter Laminat in Deutschland verlegt. In den letzten fünf Jahren rücken aber die elastischen Bodenbeläge auf PVC-Basis wieder verstärkt ins Blickfeld. Ausgelöst wird der Boom von sogenannten Designer-Fußböden. Den Herstellern gelingt es, optisch ansprechende Oberflächen als Holz- oder Steinimitate zu günstigen Preisen anzubieten. Doch sowohl Laminat als auch PVC-Beläge haben einen großen Nachteil: sie geben entweder Formaldehyd oder Weichmacher in die Raumluft ab.

 

Formaldehyd ist ab 1.1.2016 von der EU als krebserregend eingestuft

 

Bereits im Jahr 2004 stufte die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Substanz Formaldehyd als "krebserregend für den Mensch" ein. Im Juni 2014 hat nun auch die europäische Kommission beschlossen, Formaldehyd als "krebserregend" Kategorie 1B und "mutagen" Kategorie 2 einzustufen. Dies wurde nun mit der EU-Verordnung Nr. 605/2014 veröffentlicht und tritt mit Wirkung zum 1.1.2016 in Kraft. Besonders kritisch wird Formaldehyd in Frankreich angesehen. Man forderte sogar eine Einstufung in die Kategorie 1A. Entsprechend streng sind in Frankreich die Richtwerte. Der Kurzzeitwert für zwei Stunden beträgt 50 µg/m³, der Langzeitwert ist mit 10 µg/m³ festgesetzt. Dies kommt praktisch einem Verbot von Formaldehyd in Baustoffen gleich.

Formaldehyd im Laminat

Formaldehyd dient im Laminat als Bindemittel in den Span- oder Holzfaserplatten. Im Laufe der Produktlebensdauer gast es mehr oder weniger stark in die Raumluft aus. Von Herstellerseite wird Laminat als emissionsarm angegeben. Dabei bezieht man sich auf Labortests nach dem AgBB-Schema. Die Laborbeurteilung geht von einer Luftwechselrate von 1 aus, d.h. einmal pro Stunde muss im Raum ein vollständiger Luftaustausch stattfinden. Im praktischen Leben dürfte diese Annahme unrealistisch sein, besonders während der Nachtruhe. Bodenbeläge sind aber nicht die einzige Quelle für Formaldehyd. Die Chemikalie ist auch in den meisten Möbelstücken in Form von Klebern oder Lacken enthalten.

 

Weichmacher in Bodenbelägen aus Polyvinylchlorid (PVC)

PVC-Beläge haben einen hohen Marktanteil, da sie strapazierfähig, gut zu reinigen und kostengünstig zu beschaffen sind. Kritisch für die Raumluft ist das langsame Ausgasen von Weichmachern. Besonders gefürchtet ist im Brandfall die Freisetzung von giftigen polychlorierten Dioxinen. Das PVC wird durch den Zusatz von Weichmachern elastischer und damit erst als Bodenbelag gebrauchstauglich gemacht. Weitere Bestandteile sind Füllstoffe, verschiedene Additive und Stabilisatoren. Als Trägermaterial dienen unter anderem Jute, Polyestervlies, Glasfaservlies, Kork oder Schaumstoffe. Die oberste Lage besteht häufig aus einer Polyurethan-Beschichtung. Als chlorfreie Alternative zu den PVC-Belägen gelten Fußbodenbeläge aus Polyolefinen, da sie keine Weichmacher enthalten. Ihr Marktanteil ist aber noch relativ gering.

 

Linoleum gilt als ökologische Variante in der Gruppe der elastischen Beläge

Linoleum besteht fast ausschließlich aus nachwachsenden und mineralischen Rohstoffen mit dem Hauptbestandteil Leinöl. Auf grobmaschiges Jutegewebe wird einseitig Linoleumdeckmasse aufgewalzt. Bevorzugt wird Linoleum in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern eingesetzt. Gefürchtet ist ein starker anfänglicher Geruch durch Oxidation des Leinöls.

(Quelle: Baubiologie-Regional)

 

Links

www.wecobis.de/service/sonderthemen-info/formaldehyd-info/gesamt-formaldehyd-info.html
www.wecobis.de/bauproduktgruppen/bodenbelaege/bodenbelaege-bestand-link/elastische-bodenbelaege-im-bestand.html
www.wki.fraunhofer.de/de/publikationen/formaldehyde-dilemma.html

Heizen mit Holz:   

Eine meist umweltfreundliche Alternative, wenn man die Regeln beachtet:

Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit sachgerechter Handhabung und unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben, kann man es sich in der Wohnung schön warm machen, ohne seine Nachbarn und die Umwelt zu beeinträchtigen. Doch leider halten sich mache Menschen nicht daran. Da stinkt es aus dem Kamin, die Nachbarschaft wird eingenebelt und jede Menge Schadstoffe und Feinstaub emittiert. Aber auch der eigene Kamin leidet unter falschen Brennstoffen und zeigt mit der Zeit Schäden.
Was passiert eigentlich bei der Verbrennung:

Eine Verbrennung ist in chemischer Sicht nichts weiter als eine schnell verlaufende Oxidation von Stoffen mit Flammenbildung. Beim Heizen mit Holz verbinden sich der Sauerstoff aus der Umgebungsluft mit dem Wasserstoff und dem Kohlenstoff des Holzes. Bei diesem Vorgang wird dann Energie in Form von Wärme und natürlich auch in Form von Licht abgegeben. Beim Verbrennen in der Holzheizung entsteht im Normalfall nichts weiter als Kohlendioxid, Wasser und Asche.

Der Verbrennungsvorgang in der Holzheizung wird in 3 unterschiedliche Phasen unterteilt.

1.       Trocknung und Erwärmung (Wasser verdampft aus dem Holz)

2.       Die Pyrolyse (Ab einer Temperatur von ca. 400°C vergasen die festen
           Bestandteile des Holzes und verbinden sich mit dem Sauerstoff der Luft 

zu
           Kohlenmonoxid. Das Holz ist jetzt zu Holzkohle verbrannt.)

3.        Die Verbrennung. Die in den ersten beiden Phasen entstandenen Gase          reagieren mit weiterem Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Die Kohle          
           zersetzt sich weiter zu Asche.

Heizen mit Holz – was darf verbrannt werden?

Wer glaubt in seiner Holzheizung alles Brennbare verfeuern zu dürfen, der irrt ganz gewaltig. Der Gesetzgeber hat strenge Richtlinien (§ 3 Abs. 1 der 1. BImSchV) herausgegeben was in Feuerungsanlagen von Wohnhäusern verbrannt werden darf.

Was darf also in den Ofen?

 - trockenes, naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde -
    beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln - sowie Reisig und Zapfen,

-  naturbelassenes nicht stückiges Holz - beispielsweise in Form von Sägemehl,   
    Spänen,

-  Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts - entsprechend DIN
   51731 und vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem  
   Holz mit gleichwertiger Qualität. Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts

 

Übrigens, trockenes Holz enthält etwa nur 15-20 %Feuchtigkeit. Bis das erreicht ist, muss Holz je nach Holzart, etwa 1-2 Jahre luftig trocknen.


Was darf denn nicht in den Ofen?
Nur das gerade genannte ist zur Verbrennung in der Holzheizung zulässig. Alles andere gehört nicht in den Ofen.

Das wären zum Beispiel:
 - Imprägnierte Hölzer (z.B. Telegrafenmasten, behandelte Dachlatten etc.)
 - Lackiertes Holz (z.B. alte Fensterrahmen, Möbelteile)
 - Beschichtetes Holz (z.B. mit Kunststoff beschichtete Möbelteile)
 - Spanplatten aller Art.
 - Papier, Pappe (in größeren Mengen)
 - Kunststoffe, Restmüll, Sondermüll

Werden solche verbotenen Materialien verbrannt, so können u.a. sehr giftige Stoffe in die Umwelt gelangen: z.B. Dioxine („Seveso-Gift“), Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Teer, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Feinstaub.

Wichtig: Die richtige Luftzufuhr:

Holz verbrennt nur unter ganz bestimmten Bedingungen schadstoffarm. Im Brennraum muss die Hitze zusammengehalten werden und die Luftführung muss stimmen. Da beides bei einem offenen Kaminfeuer nicht gegeben ist, entstehen zwangsläufig krebserzeugende Verschwelungsprodukte wie Teer und Ruß. Deshalb darf man auch nur gelegentlich das Kaminfeuer genießen, will heißen: Höchstens acht Mal im Monat für jeweils fünf Stunden. Sich selbst, der Nachbarschaft und der Umwelt zuliebe sollte man aber lieber ganz darauf verzichten.

Besser schneiden Kaminöfen und Kachelöfen ab. Voraussetzung für einen sauberen und wirtschaftlichen Abbrand ist aber immer: Der Ofen muss eigens für eine optimale Holzverbrennung konstruiert sein, es darf nur naturbelassenes, trockenes Holz verwendet werden, nie zuviel auf einmal auflegen und die Luftzufuhr erst drosseln, wenn sich ein heller Glutstock gebildet hat und nicht mehr nachgelegt wird. Schwarze Flächen im Ofen sind übrigens immer ein Zeichen von unsauberem, giftigem Abbrand.

Wer dazu noch Fragen hat, kann sich gern an den zuständigen Kaminkehrer, die Umweltämter oder Naturschutzorganisationen wenden. Ein umfangreiche Broschüre dazu kann auch beim Bundesumweltamt angefordert werden.

 

 

Volkmar Hintze

Dipl.-Ing. Umwelt- und Hygienetechink

 

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